Mit einfachem Equipment deinen eigenen Kombucha-Teepilz züchten
Wir erklären dir, wie du mit etwas Geduld und den richtigen Zutaten ganz einfach deinen eigenen Kombucha-Teepilz, auch Scoby genannt, züchten kannst. Die wichtigste Zutat ist unpasteurisierter, roher Kombucha, der lebende Mikroorganismen und ausreichend Säure in den Ansatz einbringt. Zusammen mit gesüßtem Tee können sich so die Hefen und Bakterien entwickeln, aus denen sich eine charakteristische Kultur und die typische gallertartige Schicht an der Oberfläche bilden.
Damit dein Scoby gut wachsen kann, braucht er geeignete Bedingungen: einen sauberen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung und eine möglichst konstante Raumtemperatur von etwa 20 bis 25 °C. Auch andere Umgebungsbedingungen können die Fermentation beeinflussen. Für den Start zu Hause konzentrieren wir uns auf die wichtigsten Faktoren. Und los geht’s: Lass deinen eigenen Scoby entstehen!
Du benötigst:
- 1 großes, gründlich gereinigtes Glasgefäß mit breiter Öffnung
- Tee – zum Beispiel grünen oder schwarzen Tee ohne Aromastoffe und künstliche Zusätze
- Bio-Rohrohrzucker
- Wasser, bei Bedarf gefiltert
- Unpasteurisierten Kombucha als Starterflüssigkeit, zum Beispiel Kombucha Original
- 1 sauberes, luftdurchlässiges Abdecktuch und ein Gummiband zum Befestigen
- Einen Standort mit möglichst konstanter Temperatur von etwa 20 bis 25 °C, ohne direkte Sonneneinstrahlung
Ready to Scoby: So züchtest du deinen eigenen Kombucha-Teepilz
- Brühe den Tee mit heißem Wasser auf und lasse ihn 8 bis 10 Minuten ziehen. Verwende etwa 8 g Tee und 60 g Bio-Rohrohrzucker pro Liter Wasser. Rühre den Zucker ein, bis er sich vollständig aufgelöst hat.
- Lasse den gesüßten Tee vollständig auf Raumtemperatur abkühlen. Heißer Tee kann die lebenden Mikroorganismen im Starter-Kombucha beeinträchtigen.
- Gib den abgekühlten Tee in ein gründlich gereinigtes Glasgefäß.
- Füge den unpasteurisierten Kombucha im Verhältnis 1:10 hinzu, also beispielsweise 100 ml Starter-Kombucha auf 1 Liter gesüßten Tee. Verwende möglichst einen ausreichend sauren Starter, damit der Ansatz von Beginn an ein geeignetes saures Milieu hat.
- Decke das Gefäß mit einem sauberen, luftdurchlässigen Tuch ab und befestige es mit einem Gummiband. So kann Luft an den Ansatz gelangen, während Insekten und andere Verunreinigungen möglichst ferngehalten werden.
- Stelle das Glas an einen sicheren Ort mit gleichmäßiger Raumtemperatur und lasse den Ansatz ungestört fermentieren.
Jetzt heißt es warten, warten, warten!
Je nach Temperatur, Starterflüssigkeit und weiteren Bedingungen kann es etwa 7 bis 21 Tage dauern, bis sich eine deutlich erkennbare neue Scoby-Schicht gebildet hat. Anfangs können kleine Bläschen oder ein dünner, durchscheinender Film an der Oberfläche entstehen. Mit der Zeit kann daraus eine zunehmend dickere, cremefarbene bis hellbeige Schicht werden.
Wichtig: Nicht jede Veränderung an der Oberfläche ist automatisch normal. Flauschige, trockene Flecken oder deutlich grüne, blaue, schwarze oder anders auffällig verfärbte Stellen können auf Schimmel hindeuten. Im Zweifel solltest du den gesamten Ansatz entsorgen und nicht probieren. Sauberkeit und ein ausreichend saurer Ansatz sind entscheidend für eine sichere Fermentation.
Häufige Fragen zum Züchten eines Kombucha-Scobys
Wie lange dauert es, einen Kombucha-Teepilz zu züchten?
Unter geeigneten Bedingungen kann sich innerhalb von etwa 7 bis 21 Tagen eine neue Scoby-Schicht bilden. Die tatsächliche Dauer hängt unter anderem von der Temperatur, der Starterflüssigkeit und dem Zustand des Ansatzes ab.
Kann ich einen Scoby ohne unpasteurisierten Kombucha züchten?
Für diese Methode benötigst du eine geeignete Starterflüssigkeit mit lebenden Mikroorganismen. Pasteurisierter Kombucha ist dafür in der Regel nicht geeignet. Achte außerdem darauf, dass der Starter ausreichend sauer ist.
Woran erkenne ich Schimmel auf meinem Kombucha-Ansatz?
Schimmel kann sich als trockener, flauschiger Belag zeigen, häufig mit auffälligen grünen, blauen, schwarzen oder andersfarbigen Stellen. Eine normale Scoby-Schicht ist dagegen meist feucht und glatt bis leicht uneben. Wenn du Schimmel vermutest, entsorge den gesamten Ansatz samt Kultur und starte mit einem sauberen Gefäß und frischen Zutaten neu.

















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3 Kommentare
Hallo, kurze Frage: wie verpackt ihr den Teepilz und Ansatzflüssigkeit für den Transport per Post? Ist der Versand im Sommer ( jetzt: Temp. über 30 Grad!) ein Problem?
Danke für eure Antwort!
Herzlicher Gruß
Barbara
Liebes Kombuchery Team,
ist das Verhältnis 10 Teile Tee und 1 Teil unpasteurisierten Kombucha oder andersrum?
Herzlichen Danke!
Danke für die Anleitung. Ich habe meinen ersten Scoby mit einer kleinen Menge sehr starkem, süßen Tee angesetzt und, nachdem der Scoby sich dünn gebildet hatt, nochmal vorsichtig neuen Tee dazugegeben. Hat auch geklappt 😃